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Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft // Montanuniversität Leoben
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Klimabilanz der kommunalen Abfallströme

Projektbeschreibung

Wie viel Emissionen werden durch die Sammlung und Behandlung von Abfall frei? Welche Umweltwirkung hat das Recycling von 1 Tonne Altmetall? Welche vergleichsweise dieselbe Menge an Primärmetall? Wie ist der Nutzen der getrennten Sammlung quantifizierbar?

Mit Hilfe des Klimabilanztools, das im Auftrag des Landes Steiermark – Abteilung 14 und Abteilung 15 entwickelt wurde, sollen diese Fragen plakativ und verständlich beantwortet werden. Ziel des Projektes Klimabilanztool ist es eine Darstellung der Treibhausgasemissionen aus abfallwirtschaftlichen Aktivitäten im kommunalen Bereich des Landes Steiermark. Hierfür wurde vom Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft mit Unterstützung der FH Technikum Wien ein Carbon-Footprint Rechner erstellt. Dieser soll es Stakeholdern möglichst rasch und ohne Vorkenntnisse ermöglichen, die Emissionen der Sammlung, Behandlung und Deponierung zu generieren und diese mit Hilfe von gestalterischen Elementen an Interessierte zu kommunizieren.

Bild 1 Klimabilanz Eingabemaske Des Klimabilanztools
Eingabemaske des Klimabilanztools

Um verschiedene Abfallströme, Prozesse und Jahre vergleichen zu können, wurden die funktionelle Einheit und die Systemgrenzen eingeführt. Die funktionelle Einheit lautet „1 Tonne Abfall“. Geografisch betrachtet, beschränkt sich die Studie auf die kommunalen Abfallströme der Steiermark bzw. steirischer Anlagen/Gemeinden, etc. Die Berechnung ist auf die zeitliche Systemgrenze von einem Jahr ausgelegt, für die Datengrundlage wurde das Jahr 2010 als Bezugsjahr gewählt.

In der Studie/dem Tool werden nur kommunal gesammelte Abfallmengen berücksichtigt. Die Abfallkategorien wurden durch Zusammenfassung mehrerer  Subkategorien gebildet und mit einem Massekriterium von 1% abgeschnitten. Folgende 7 Abfallkategorien sind zu evaluieren:

Biomüll, Paier, Glas, Metall, Restmüll, Kunststoff und Sperrmüll.

Bild 3 Klimabilanz Darstellung Der Emissionen Auf Primaer- Und Sekundaeraufbereitung Sowie Der Differenz
Darstellung der Emissionenen auf Primär- und Sekundäraufbereitung sowie der Differenz

Methodisch wurde die Treibhausgasbilanz als Lebenszyklusanalyse modelliert, womit die Ergebnisse in kg CO2-Äquivalenten pro Jahr angegeben werden. Um die einzelnen Emissionswerte zu gewichten, wurden die drei für die Abfallwirtschaft relevanten Gase CO2, CH4 und N2O zu CO2-Äquivalenten aggregiert. Auch Gutschriften, die aufgrund der Elektrizitätsproduktion, der Wärmegewinnung und der Erstellung von Sekundärprodukten anfallen, werden in CO2-Äquivalenten angegeben und den Emissionen der Abfallwirtschaft gegenübergestellt. Neben den Emissionen der Aufbereitung von Abfallmengen sind die Transportemissionen im Zuge der Berechnung berücksichtigt worden.

Das Kommunikationstool ist unter folgenden Adressen abrufbar: klima.unileoben.ac.at oder www.klimabilanz.steiermark.at.

Das Klimabilanztool ist derzeit kostenlos zugänglich und speziell für steirische Stakeholder der Abfallwirtschaft modelliert. Es wäre jedoch möglich dieses auf andere Regionen und mit anderer Ausrichtung aufzusetzen. Wir freuen uns über Ihre Anfragen! 

Das Passwort erhalten Sie auf Anfrage bei: Land Steiermark – A14 Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit; Referat Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeit, Bürgergasse 5a, 8010 Graz - Herr Günter Felsberger, Telefon: +43 316 / 877-4149, E-Mail: guenter.felsberger@stmk.gv.at.

 

Projektziele

Die Ziele des Projektes umfassen unter anderem:

  • Entwicklung eines Klimabilanzrechners,
  • Darstellung der Emissionen der kommunalen Abfallwirtschaft der Steiermark,
  • Aufzeigen des Potentials zur Emissionsreduktion durch den Einsatz von Sekundärmaterial anstatt von Primärmaterial,
  • Intuitives Kommunikations- und Motivationstool für die steirischen Stakeholder,
  • Vielseitig einsatzbares Werkzeug für politische und fachliche Entscheidungsträger auf lokaler und regionaler Ebene, aber auch einzelnen Anlagen,
  • Exportfunktion der Ergebnisse.

 

Auftraggeber

Land Steiermark A14 2 Amt der Steiermärkischen Landesregierung - Abteilung 14

Land Steiermark A15 1 Amt der Steiermärkischen Landesregierung - Abteilung 15

 

Projektparnter

Fh Technikum Wien 1FH Technikum Wien - Institut für Informatik

 

 

Sie können der Projektverantwortlichen Frau Mag. Therese Schwarz mit nachstehendem Formular gerne direkt eine Anfrage senden.

Therese Schwarz

Therese Schwarz

Mag.rer.soc.oec, BSc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon: +43 3842 / 402-5111
Mobil: +43 676 / 84 53 86-100
Fax: +43 3842 / 402-5102
E-Mail: therese.schwarz@unileoben.ac.at

 
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